Biografie

Dmitrij Kitajenko

Dmitrij Kitajenko gehört zu den großen Dirigentenpersönlichkeiten unserer Zeit. Für sein Lebenswerk und seine überragenden Schallplattenaufnahmen vor allem im russischen Repertoire erhielt er im März 2015 den „Lifetime Achievement Award“ bei den „International Classical Music Awards“ (ICMA).

Seit Jahrzehnten dirigiert er die bedeutenden Orchester Europas, Amerikas und Asiens. Mit dem Gürzenich-Orchester Köln, das ihn 2009 zu seinem Ehrendirigenten ernannte, verbindet Dmitrij Kitajenko eine intensive jahrzehntelange Zusammenarbeit, die u.a. die preisgekrönten Gesamtaufnahmen der Sinfonien von Schostakowitsch, Prokofjew und Tschaikowsky hervorbrachte. Aktuell entsteht ein Rachmaninow-Zyklus auf CD. Außerdem erscheint im Sommer 2015 Tschaikowskys Oper „Jolanthe“. Des weiteren liegen zahlreiche Aufnahmen mit den Moskauer Philharmonikern, dem RSO Frankfurt, dem Bergen Philharmonic Orchestra und dem Dänischen Nationalorchester vor.

Seit 2012 ist Dmitrij Kitajenko Erster Gastdirigent des Konzerthausorchesters Berlin, mit dem er Anfang 2015 große Erfolge auf einer Tournee durch Spanien feierte.

In Leningrad geboren, studierte Dmitrij Kitajenko an der Glinka-Musikschule und am Rimskij-Korsakow-Konservatorium seiner Heimatstadt, außerdem bei Hans Swarowsky und Karl Österreicher in Wien. 1969 war er Preisträger beim 1. Internationalen Herbert von Karajan-Dirigierwettbewerb und wurde mit 29 Jahren Chefdirigent des Stanislawski-Theaters. 1976 übernahm er die Chefdirigentenposition der Moskauer Philharmoniker. 1990 ging er in den Westen und wurde u.a. Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt, des Berner Symphonieorchesters und des Bergen Philharmonic Orchestra sowie Erster Gastdirigent des Dänischen Nationalen Radiosymphonieorchesters. Als Juror des Internationalen Malko-Wettbewerbs engagiert er sich für den Dirigentennachwuchs.